Archiv für den Autor: Julia Bruch

Reakkreditierung und Klips 2.0

Ab WiSe 2014/15 wird das System für den neuen Lehramtsmaster eingesetzt. Die großen Fächer (Deutsch, Geschichte, Romanistik und Anglistik seien bereits im System abgebildet und von den Verantwortlichen (Geschäftszimmer) abgenommen worden. Das System wird auf jeden Fall starten.

Die Geschäftszimmer derjenigen Institute, die einen Lehramtsmaster anbieten sind bereits geschult. Wie die Schulung der Lehrenden organisiert wird, ist noch offen. Es gibt auf jeden Fall allgemeine Schulungen vom Klips-Support und einen Leitfaden.

Problematisch ist die Koppelung der Einführung von Klips 2.0 an die Reakkreditierung: Alte Studiengänge bleiben im alten System, neue kommen ins neue. So wird für die Übergangszeit eine Mehrbelastung auf die Lehrenden zukommen.

In den Basismodulen sollen Tabellen erstellt, die eine 1 zu 1 Zuordnung der Leistungen enthalten und dann könnten die Daten automatisiert übertragen werden. Die Übertragung an sich (vor allem bei Problemfällen) erfolgt im Prüfungsamt.

Es gibt zwei wichtige Neuerungen in Klips 2.0:

– Die Lehrenden können keine neue Lehrveranstaltungen mehr anlegen, diese werden zentral kopiert, die Geschäftszimmer passen an.

– Es wird keine Leistungsverbuchung mehr durch Lehrende geben. Lehrende können nur noch Noten eingeben und zwar für Prüfungen, zu der sich die Studierenden angemeldet haben. Die Freigabe der Noten kann nur noch durch die Geschäftszimmer oder das Prüfungsamt erfolgen.

Kriterien für die Besetzung von Juniorprofessuren

In der Vollversammlung wurde ausführlich über das Thema „Kriterien für die Besetzung von Juniorprofessuren“ diskutiert. Das Landeshochschulgesetz NRW regelt die Einstellungsvoraussetzungen für Juniorprofessorinnen und -professoren nicht ausdrücklich. Das Hochschulrahmengesetz sieht folgende Kriterien vor:
– ein abgeschlossenes Hochschulstudium
– pädagogische Eignung
– besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die herausragende Qualität einer Promotion nachgewiesen wird. 
Es folgen im nächsten Absatz weitere Bestimmungen:
Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre, im Bereich der Medizin nicht mehr als neun Jahre betragen haben. Verlängerungen nach § 2 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 und 3 bis 5 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes bleiben hierbei außer Betracht. § 2 Abs. 3 Satz 1 des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes gilt entsprechend. 

In der Vollversammlung wurden drei Kriterien besonders diskutiert:
– sollen „Hausberufungen“ zugelassen werden
– ist eine abgeschlossene Habilitation ein ok-Kriterium
– ist eine zeitliche Begrenzung (etwa 6 Jahre nach der Promotion) ein zulässiges Auswahlkriterium
Alle drei Kriterien wurden kontrovers diskutiert. Wobei die Meinungen tendenziell eher in die Richtung gingen, die Kriterien so locker wie möglich zu fassen, um keine BewerberInnen im Vorfeld auszuschließen.

Informationen aus der Mittelbauvollversammlung

Auf der Vollversammlung letzte Woche wurden viele Themen diskutiert, hier eine kleine Auswahl an wichtigen Informationen.
Wer einen Antrag auf Prüfungsberechtigung für Bachelor-/ Masterarbeiten stellen möchte, beachte bitte, dass der dafür zuständige Prüfungsausschuss am 25. August das nächste Mal tagt. Bitte geben Sie/ gebt uns Rückmeldung, wenn Ihre/ Eure Anträge auf Prüfungsberechtigung abgelehnt werden. Wenn das zu häufig vorkommt, werden wir das Thema noch einmal in die Fakultätssitzung einbringen.
Tanja Hagedorn, M.A., Wissenschaftsmanagerin des Dekanat hat ihr Arbeitsfeld kurz vorgestellt, in das auch Beratung bei Anträgen und Nachwuchsförderung gehören. Es lohnt sich immer mal wieder auf die von Ihr regelmäßig gepflegten Seite mit aktuellen Förderungsausschreibungen zu schauen.
Das Dezernat 7 bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen und Kurse zur Forschungsförderung und Antragswesen an.
Am 26.11.2014 wird ein so genannter „Fakultätstag“ stattfinden, an dem aktuelle Themen in Workshops und Foren diskutiert werden sollen. Diesmal soll es auch verstärkt um Themen, die den Mittelbau betreffen, gehen. Wenn Sie/ Ihr Themenvorschläge habt, bitte ich an uns weiterleiten.

Einladung zur Mittelbauvollversammlung

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
wir möchten Euch/ Sie ganz herzlich zur Mittelbauvollversammlung am 10. Juli 2014, um 19:30-21:00 einladen. Philosophikum, Raum 3.229.

Tagesordnung:

Feststellung der Tagesordnung und Genehmigung des Protokolls vom 13.12.2013.
TOP 1:         Neue Wissenschaftsmanagerin der Philosophischen Fakultät – Tanja Hagedorn, M.A. stellt sich vor
TOP 2:        Reakkreditierung und Klips 2.0
TOP 3:        Berichte aus der Fakultät und anderen Gremien/Kommissionen
TOP4:         Auswahlkriterien für W 1-Professuren
TOP 5:        Verschiedenes

Diejenigen, die aus ihrer Kommissionsarbeit berichten wollen, mögen uns bitte bescheid geben.

 

Bildung von Berufungskommissionen

Die Beteiligung von MittelbauvertreterInnen in Berufungskommissionen zur Besetzung von Professuren ist selbstverständlich geworden. Bei der Benennung von MittelbauvertreterInnen für die Kommissionen hier in Köln muss beachtet werden, dass die Mitglieder keinesfalls MitarbeiterInnen des betreffenden Lehrstuhls und somit dem zu berufenden Stelleninhaber weisungsgebunden sein dürfen. Das mag an anderen Universitäten anders gehandhabt werden und der entsprechende Beschluss an der Universität zu Köln mag früher laxer ausgelegt worden sein, im Moment jedenfalls werden die Vorschläge von dem Lehrstuhlinhaber weisungsgebundenen MittelbauvertreterInnen vom Dekanat der Philosophischen Fakultät, spätestens vom Rektorat, zurückgewiesen.

Hier der entsprechende Passus aus den Leitlinien für Berufungsverfahren (best practice) mit Verweis auf den Rektoratsbeschluss‘.

Die oder der bisherige Stelleninhaber/in sowie Institutsangehörige, die der zu berufenden Person gegenüber weisungsgebunden sein würden, dürfen der Berufungskommission nicht angehören (Rektoratsbeschluss vom 23.01.2006). Emeritae und Emeriti und Professorinnen und Professoren im Ruhestand sollen der Berufungskommission nicht angehören. Die Berufungskommission kann im begründeten Einzelfall die oder den bisherigen Stelleninhaber/in, fachnahe Institutsangehörige, Emeritae und Emeriti und Professorinnen und Professoren im Ruhestand zu einzelnen Sitzungen in beratender Funktion beiladen. Im begründeten Einzelfall können im Einvernehmen mit der Dekanin oder dem Dekan fachnahe Institutsangehörige in beratender Funktion dauerhaft beigeladen werden. 

Aus dem GEW-Newsletter Hochschule und Forschung

GEW: „Und sie bewegt sich doch!“ – Bildungsgewerkschaft begrüßt Initiative der Hochschulrektoren für „Orientierungsrahmen Wissenschaftlicher Nachwuchs“ – jetzt müssen Konzepte folgen

 Frankfurt am Main – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für einen Orientierungsrahmen, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. „Es ist höchste Zeit, dass sich die Hochschulen auf attraktive Berufswege und bessere Beschäftigungsbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verpflichten. Der Orientierungsrahmen ist ein Auftakt, jetzt müssen überzeugende Konzepte der Hochschulen folgen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, anlässlich der Mitgliederversammlung der HRK, die heute in Frankfurt a.M. stattfindet. Die GEW habe bereits vor zwei Jahren mit ihrem „Herrschinger Kodex“ Vorschläge gemacht, wie sich Hochschulen zu transparenten Berufswegen und fairen Beschäftigungsbedingungen verpflichten können. Vor der Versammlung hatte die GEW den „Herrschinger Kodex“ an die Rektorinnen und Rektoren verteilt. „Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch“, betonte Keller.

Mit ihrem Beschluss empfiehlt die HRK den 267 Mitgliedshochschulen, Konzepte zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu erarbeiten. „Besonders erfreulich ist, dass die Hochschulen in ihren Konzepten akademische Daueraufgaben in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement identifizieren und mehr Dauerstellen schaffen sollen“, unterstrich Keller. „Wer gute, ja exzellente Leistungen in Forschung und Lehre erbringen möchte, muss auch die Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit sichern. Wo dennoch Zeitverträge notwendig sind, müssen Mindeststandards gelten. Gut, dass die HRK den Vorschlag der GEW, die Laufzeit von Zeitverträgen an der Laufzeit von Projekten zu orientieren, aufgegriffen hat“, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende. Derzeit seien neun von zehn wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befristet beschäftigt, die meisten Fristverträge hätten eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Kritisch äußerte sich Keller zu den Vorschlägen der HRK, wie die so genannte Postdoc-Phase für promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gestaltet werden solle. Während das Wissenschaftszeitvertragsgesetz von einer sechsjährigen Postdoc-Phase ausgeht, möchte die HRK die Qualifizierungszeit für Promovierte auf bis zu neun Jahre verlängern. „Die wissenschaftliche Laufbahn würde dadurch noch unberechenbarer“, stellte Keller fest. „Postdocs sind kein ‚Nachwuchs‘, sondern hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie haben in der Regel zwei Studienabschlüsse erworben und ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Deshalb brauchen wir unmittelbar nach der Promotion berechenbare Karrierewege, die zu einer Professur oder einer anderen Dauerposition in der Wissenschaft führen“, erklärte der GEW-Hochschulexperte. Damit verstärkt Wissenschaftlerinnen zum Zug kämen, schlägt die GEW vor, auch wirksame gleichstellungspolitische Maßnahmen in den Orientierungsrahmen aufzunehmen.

 

Keller bot den Hochschulen die Zusammenarbeit an, wenn sie ihre Orientierungsrahmen erarbeiten. „Die Reform der Karrierewege in der Wissenschaft kann nur gemeinsam mit den Betroffenen umgesetzt werden. Deshalb muss die GEW aktiv in Mittelbauvertretungen, Personalräten sowie Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit einbezogen werden“, mahnte der Hochschulexperte.

Info:

Der Beschluss der HRK-Mitgliederversammlung für einen „Orientierungsrahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und akademischer Karrierewege neben der Professur“ ist auf der Homepage der HRK abrufbar: www.hrk.de

Die GEW-Empfehlung „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ („Herrschinger Kodex“) findet sich hier: www.herrschinger-kodex.de

Der Bundestag hatte die Bundesregierung bereits im Juni 2013 in einen Beschluss aufgefordert, „bei der Hochschulrektorenkonferenz einen Leitfaden ‚Wissenschaftlicher Nachwuchs‘“ anzufordern. Darin sollen Wege aufgezeigt werden, wie die im Zuge der Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes […] festgestellten Defizite der Beschäftigungspraxis abgestellt werden können […]“ (Bundestagsdrucksache 17/9396). In ihrer Mitgliederversammlung im November 2013 hatten die Hochschulrektorinnen und -rektoren den Orientierungsrahmen zunächst durchfallen lassen.

Hochschuldidaktik im Fokus – Neue Vortragsreihe der Philosophischen Fakultät

Im Namen des Büros für Qualitätsmanagement der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln möchten wir auf die neue Vortragsreihe „Hochschuldidaktik im Fokus“  aufmerksam machen:
Im Rahmen ihres Qualitätsmanagements möchte die Fakultät damit allen Lehrenden der Fakultät die Gelegenheit geben, sich im Bereich der Hochschuldidaktik weiter zu qualifizieren, aktuelle hochschuldidaktische Konzepte zu diskutieren sowie neue Anregungen zur Gestaltung von Lehrveranstaltungen zu sammeln.

Alle Lehrenden der Fakultät sind herzlich zum Eröffnungsvortrag von Frau Prof. Bülow-Schramm am Mittwoch, 7. Mai 2014, um 18 Uhr in S 22 im Neuen Seminargebäude der Universität zu Köln zum Thema Hochschuldidaktische Weiterbildung für eine veränderte Lernkultur eingeladen. Frau Prof. Bülow-Schramm wird einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Hochschuldidaktik sowie zukünftige Themen der Vortragsreihe geben. Im Anschluss daran wird eine Diskussionsrunde stattfinden und beim abschließenden Umtrunk wird die Gelegenheit gegeben, Themen weiter zu vertiefen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Weitere Diskussionen um die Streichung der vier Professuren zugunsten des Innovationspools des Rektorats

Die Diskussion um die Streichung der vom Rektor für den Innovationspool eingeforderten Professuren geht weiter. Mittlerweile liegt ein Papier von Seiten des Rektorates vor, das eben jene vier Professuren für den Innovationspool fordert.
In der Diskussion wurde deutlich, dass es noch viele offene Fragen gibt sowie viele Unsicherheiten, die wohl nicht alle ausgeräumt werden können. Wie selbstständig der Rektor über den Innovationspool verfügen kann, auch wenn Gelder vom Land zur Verstetigung der neuen Professuren der Exzellenzinitiative fließen sollten, bleibt weiterhin offen.
Aus der sehr sachlichen Diskussion in der Fakultätssitzung hat sich ergeben, dass die Kriterien für die Auswahl der zu streichende Stellen noch nicht fest stehen und zudem heftig umstritten sind. Rahmenvorgaben des Rektorats sind, dass Stellen ausgewählt werden müssen, die bis 2020 frei werden (das bietet 20 Möglichkeiten innerhalb unserer Fakultät). Außerdem sollten durch die Exzellenzinitiative geförderte Bereiche geschont werden. Alle weitere Kriterien – wie Schutz der kleinen Fächer, Auslastung, Einbindung in Verbundforschung, Drittmittelvolumina – müssen erstens erarbeitet und ergänzt sowie zweitens gewichtet werden.
Die Ausarbeitung der Kriterien sollen in einer gemeinsamen Sitzung der Strukturkommission und der Engeren Fakultät stattfinden. Die Fächergruppen sind zudem dazu aufgerufen für ihren Bereich Strukturplanungen vorzulegen, die in der Diskussion Berücksichtigung finden sollen.
Wichtig für unsere Statusgruppe ist, dass mit der Streichung der Professuren keine Kündigung von MitarbeiterInnenverträgen verbunden sind, aber (!) diejenigen MitarbeiterInnenstellen, die an die zu streichenden Professuren gebunden sind, werden nach Ablauf der Verträge nicht wieder neu besetzt.